Vor der Schlussrunde der Players Championship 2026 in Ponte Vedra Beach sah alles nach dem dritten Sieg auf der PGA Tour für Ludvig Åberg (SWE) aus. Doch der zeigte Nerven, die man von ihm bislang kaum kannte. Mit drei Schlägen Vorsprung vor seinen engsten Verfolgern startete der Schwede seine Schlussrunde, bevor er zwei Bälle auf den Bahnen elf und zwölf im Wasser versenkte, und letztendlich mit vier Schlägen Rückstand auf dem geteilten fünften Platz das Turnier beendete.
Den ganzen Tag haben die Spieler mit Windböen von bis zu 20 Meilen pro Stunde zu kämpfen gehabt. Åberg hatte damit offensichtlich schwere Probleme.
Young gewinnt zweiten Titel bei der Players Championship
Cameron Young (USA) kam die Rolle des Verfolgers augenscheinlich entgegen. Die Nummer 15 der Welt, übernahm zum ersten Mal im ganzen Turnier auf der 18. Bahn der Schlussrunde die Führung von Matt Fitzpatrick. Für den ist der zweite Platz das erste Top-3-Ergebnis seit der BMW Championship 2023. Er gewann die DP World Tour Championship im November 2025.
Der Engländer wurde, ähnlich wie beim Ryder Cup, von einigen US-Fans ausgebuht. Young und Fitzpatrick spielten zusammen in der vorletzten Gruppe des Tages. Im Interview nach dem Turnier reagierte er lachend mit den Worten: „Das war im Vergleich zu Bethpage buchstäblich Kinderspiel. Wenn die denken, dass das schon etwas war, sollten sie ihre Maßstäbe überdenken. Kommt mal nach New York.“
Young gewann seinen ersten Titel bei der Wyndham Championship 2025. Ein Sieg, der dafür sorgte, dass der US-Amerikaner ins Ryder-Cup-Team von Keegan Bradley (USA) berufen wurde. Drei Punkte konnte der 28-Jährige bei der Niederlage in New York für das US-Team sammeln.
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Was machten Straka, Schmid und Jäger?
Als bester deutschsprachiger Spieler beendete Sepp Straka die diesjährige Players Championship. Erst an der 72. Spielbahn verspielte sich der Österreicher – inklusive eines unglücklichen Schlages gegen einen Wasservogel – seine Chance auf eine Top-5-Platzierung.
Matti Schmid und Stephan Jäger schafften es zwar ins Wochenende, doch dort konnten sie nicht mehr weiter Boden gutmachen. Schmid landete, genau wie Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR) auf dem geteilten 46., Jäger auf dem geteilten 62. Rang.
Die Überraschung der Players Championship 2026 – Sudarshan Yellamaraju
Die wahrscheinlich größte Überraschung des Turniers war wahrscheinlich der Kanadier Sudarshan Yellamaraju, der sich das Golfspiel weitestgehend selbst beigebracht hat und seine erste Saison auf der Tour verbringt. Qualifiziert hatte sich Yellamaraju über den 19. Platz der Korn-Ferry-Tour-Saisonwertung.
Koepka kommt in fahrt
In seinem vierten Start nach der Rückkehr auf die PGA Tour zeigte Brooks Koepka (USA) erneut, dass er sich mit seinem Comeback wohlfühlt. Nach dem geteilten neunten Platz beim Cognizant Classic belegte er nun einen starken 13. Rang bei der Players Championship. Ein kleines Ausrufezeichen und der Beweis, dass man bei den großen Turnieren weiterhin mit ihm rechnen muss.
Morikawa mit Rückenproblemen
Erneut zog ein Hochkaräter aufgrund von Rückenproblemen zurück. Nach Rory McIlroy beim Arnold Palmer Invitational in der Vorwoche, hat es nun auch Collin Morikawa (USA) erwischt. Im Internet machen sich Gerüchte breit, dass die TGL Mitschuld trägt an den vermehrt auftretenden Rückenverletzungen der Profis. Jedoch lässt sich das Problem, wenn überhaupt, auf die zusätzliche Spielzeit und nicht auf das Simulatorgolf zurückführen.
„Was ich denke ist, dass die zusätzliche Belastung ein Faktor ist. Die TGL wird in Florida gespielt. Einige dieser Spieler fliegen quer durchs Land von der Westküste zur Ostküste, um zwei Tage lang an einem Turnier teilzunehmen, und dann geht es schon wieder weiter. Ihre Körper sind erschöpft, sie schlagen mehr Bälle, und dann verletzen sie sich – nicht unbedingt, weil sie von Matten abschlagen.“ sagte Ara Suppiah (leitender Experte für Verletzungen beim Golf Channel) gegenüber der GolfDigest.
Auch Justin Thomas (USA) und Billy Horschel (USA) hatten kürzlich mit Rückenverletzungen zu kämpfen.
Players Championship verspätet wegen Doppelmord
Die Tore des TPC Sawgrass öffneten sich am Samstagmorgen verspätet. Grund dafür war ein Doppelmord durch einen polizeibekannten 32-Jährigen in Ponte Vedra und dessen Flucht über das Turniergelände. Diese endete, nachdem der Täter einen gestohlenen BMW gegen einen Baum setzte und anschließend zu Fuß von der örtlichen Polizei gefasst wurde.
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