Jäger spielt mit gebrochenem Driver
Es könnte kaum bitterer sein: Stephan Jäger spielte beim Qualifikationsturnier für die U.S. Open in der nächsten Woche zeitweise mit einem gebrochenen Driver. Laut »Golf Channel« soll Jäger auf dem zehnten Loch der ersten Runde im Hawks Ridge Golf Club in Georgia einen vermeintlichen »Spinny Drive« geschlagen haben, bevor er auf der nächsten Spielbahn bemerkte, dass sein Driver gebrochen war. Die Offiziellen entschieden nach Jägers Frage zu einem möglichen Austausch, dass er erst nach der ersten Runde einen neuen Schlägerkopf montieren dürfe, da kein Schaden zu sehen war. Er verpasste den Cut um drei Schläge.
Neben Stephan Jäger haben noch sieben weitere deutsche Profis versucht sich einen Platz für das dritte Major des Jahres zu erspielen. Leider hat es keiner der Qualifikationsteilnehmer geschafft. Für Jäger ist eine Top-Platzierung bei der RBC Canadien Open am Wochenende die letzte Chance sich ein Ticket zu ergattern. Jeremy Paul ist für das Turnier in Toronto als erster Alternate gelistet und hätte bei Teilnahme ebenfalls noch eine Chance zur Qualifikation. Matti Schmid ist durch seine Position in der FedExCup-Wertung bereits mit dabei.
Diese deutschen Profis haben die Qualifikation gespielt und verpasst: Stephan Jäger, Alexander Herrmann (um einen Schlag), Maximilian Herrmann, Jonas Baumgartner, Tim Wiedemeyer, Christopher Trunzer, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller.
Charlie Woods als Caddie zur U.S. Open?
Es war das erste Mal, dass das US-amerikanische Supertalent Miles Russell seinen Buddy und zukünftigen College-Spielpartner an der Florida State University, Charlie Woods, als Caddie dabei hatte. Und prompt gelang ihm der große Coup. In einem 3-Spieler-Playoff schnappte sich der 17-Jährige einen der beiden noch übrigen Plätze. Damit wird Russell zum viertjüngsten Teilnehmer in der langjährigen Geschichte der U.S. Open. Neben ihm haben noch zwei weitere Highschool-Schüler die Qualifikation für Shinnecock Hills überstanden: Jackson Ormond und Giuseppe Puebla.
Ob Charlie Woods seinem Freund auch bei der U.S. Open die Tasche tragen wird ist noch offen.
Stars zittern um U.S.-Open-Teilnahme
Die Menge an großen und namhaften Golfstars ist wahrscheinlich bei keinem Qualifikationsturnier größer als bei der für die U.S. Open. Hier treffen etablierte Profis, Amateure sowie semiprofessionelle und ambitionierte Golfer aufeinander.
Qualifizierte PGA-Profis:
Billy Horschel (USA), Neal Shipley (USA), Max Greyserman (USA), Chris Kirk (USA), Keith Mitchell (USA), Emiliano Grillo (ARG), Brandon Wu (USA).
PGA-Profis, die den Cut verpasst haben:
Aldrich Potgieter (RSA), Matt Wallace (ENG), Max Homa (USA), Thorbjørn Olesen (DEN), Camilo Villegas (COL), Brandt Snedeker (USA), Tony Finau (USA), Blades Brown (USA), Luke List (USA), Christiaan Bezuidenhout (RSA), Matt Kuchar (USA), Matthieu Pavon (FRA), Austin Eckroat (USA), Denny McCarthy (USA).
Ehemalige Majorsieger, die den Cut verpasst haben:
Jason Dufner (USA) – PGA-Championship-Sieger 2013,
Webb Simpson (USA) – U.S.-Open-Sieger 2012,
Lucas Glover (USA) – U.S.-Open-Sieger 2009.
Qualifizierte Amateure:
Chase Kayes (USA), Eric Lee (USA), Matthew Robles (USA), Marek Fleming (USA), Logan Reilly (USA), Vaughn Harber (USA), Árni Sveinsson (Island).
Árni Sveinsson ist der erste Isländer, der sich für eine U.S. Open qualifiziert.
Die 126. U.S. Open wird vom 18. bis 21. Juni 2026 im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton, New York, ausgetragen.
Zum kompletten Teilnehmerfeld gehts hier.
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