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PGA Championship 2026 im Aronimink Golf Club: Klassisches Major auf historischem Terrain

Die PGA Championship 2026 findet im Aronimink Golf Club in Pennsylvania statt – erstmals seit 1962 auf einem klassischen Donald-Ross-Kurs. Der Par-70-Platz mit ondulierten Grüns und strategischen Bunkern begünstigt präzises statt kraftbetontes Spiel. Topfavoriten sind Titelverteidiger Scottie Scheffler und Masters-Champion Rory McIlroy.

Getty, Rolex

Wanamaker Trophy im Aronimink Golf Club in Newtown Square, Pennsylvania
Wanamaker Trophy im Aronimink Golf Club in Newtown Square, Pennsylvania

Die PGA Championship 2026 kehrt nach mehr als sechs Jahrzehnten in den Aronimink Golf Club nach Pennsylvania zurück – auf ein traditionsreiches Donald-Ross-Design, das Präzision über Länge stellt. Mit Scottie Scheffler und Rory McIlroy als Topfavoriten verspricht das zweite Major des Jahres spannende Duelle auf einem der anspruchsvollsten klassischen Plätze Amerikas. Ob ein Deutscher das Feld bereichert, bleibt bis zuletzt offen.

Key Facts

  • PGA Championship 2026: 14 bis 17. Mai 2026
  • Aronimink Golf Club, Newton Square, Pennsylvania – erstes Major dort seit 1962
  • Platzdesign: Donald Ross (1928), überarbeitet von Gil Hanse (2017) – Par-70-Kurs mit stark ondulierten Grüns und strategischen Bunkern
  • Aronimink ist der einzige Platz, der alle drei PGA Championships (Herren, Damen, Senioren) ausgetragen hat
  • Titelverteidiger: Scottie Scheffler (PGA Championship 2025, Quail Hollow, -11 Par)
  • Wanamaker Trophy: 71 cm hoch, 12 kg schwer – eine der markantesten Trophäen im Golfsport

Ein klassisches Major auf historischem Terrain

Oh, das wird spannend: Die diesjährige PGA Championship findet im Aronimink Golf Club in Pennsylvania statt. Das ist eine beachtliche Entscheidung des Ausrichters, denn statt eines modernen Power-Kurses wie 2025 in Quail Hollow setzt die PGA of America diesmal auf ein klassisches Donald-Ross-Design. 2025 bot Quail Hollow den Spielern ein langes, modernes Major-Setup; 2026 wird das zweite Major des Jahres auf einem traditionsreichen Layout ausgetragen – zum ersten Mal seit 1962, als Gary Player gewann.

Ungewöhnlich ist, dass so lange gewartet wurde, bis die PGA Championship hierher zurückkehrt, wenngleich andere große Turniere zu Gast waren, darunter die Senior PGA Championship 2003 (damals siegte John Jacobs) sowie die Women’s PGA Championship 2020 (Siegerin Kim Sei-young). Damit ist Aronimink übrigens der einzige Platz, der alle drei PGA Championships – der Herren, Damen und Senioren – ausgerichtet hat.

Golfplatzarchitekt Gil Hanse
Golfplatzarchitekt Gil Hanse

Der Club entstand 1896 im Goldenen Zeitalter des amerikanischen Golfs, den Platz in seiner heutigen Form entwarf Donald Ross 1928. Im Jahr 2017 folgte eine behutsame Überarbeitung von Gil Hanse.

Das Ross-Design: Strategie statt Länge

Was – typisch Ross – den Platz so besonders macht: Auf mehreren Löchern verlaufen die Fairways über deutliche Schräglagen, sodass Drives auf die falsche Fairwayhälfte ins Rough rollen können und viele Annäherungen aus unangenehmen Lagen gespielt werden müssen. Nur Draufhauen reicht nicht – es geht vor allem um Kontrolle.

Die Grüns sind stark onduliert, und die Bunker kommen viel öfter ins Spiel als bei modernen Designs. Aronimink dürfte Spieler begünstigen, die ihre Abschläge nicht nur weit, sondern gezielt platzieren, exzellente Eisen schlagen und auf komplexen Grüns geduldig bleiben. Der Platz bestraft schlechte Winkel und unpräzise Annäherungen stärker als andere.

»Ich wollte, dass dies mein Meisterwerk wird – aber erst heute habe ich erkannt, dass ich besser gebaut habe, als ich selbst wusste.«

Donald Ross, 1948

Rückblick: PGA Championship 2025

Ein Blick zurück: Bei der PGA Championship 2025 in Quail Hollow gewann Scottie Scheffler seine erste Wanamaker Trophy mit elf Schlägen unter Par. Sein Vorsprung betrug fünf Schläge, doch der Sonntag war enger, als es das Ergebnis vermuten lässt: Jon Rahm hatte zwischenzeitlich gleichgezogen, ehe Scheffler auf den letzten Löchern wieder die Kontrolle übernahm und Rahm spät einbrach. Geteilte Zweite wurden Harris English, Bryson DeChambeau und Davis Riley.

Welcher Spieler hat die besten Chancen?

Es wäre ein Wunder, wenn weder Scottie Scheffler noch Rory McIlroy um den Sieg mitspielen würden, wobei der US-Amerikaner bei den Wettbüros leicht vorne liegt. Er ist lang und gerade, variabel im kurzen Spiel und extrem nervenstark.

Scottie Scheffler beim Abschlag
Der Titelverteidiger: Scottie Scheffler

Wenn Rory McIlroy mit dem Driver dominant ist, ist er kaum zu schlagen, obwohl er sich auf Ross-Plätzen immer etwas schwer tut, wenn das kurze Spiel unter Druck gerät. Trotzdem bleibt der zweifache Masters-Champion absoluter Siegkandidat. Dass Rory im April in Augusta seinen Titel verteidigen konnte, obwohl ihn sein Driver besonders in Runde 3 übel im Stich ließ, zeigt seine Weltklasse. Eine weitere Stärke von ihm sind lange, präzise Eisenschläge, die hier dringend gebraucht werden.

Eisen können auch Tommy Fleetwood und Collin Morikawa.

Es bleibt abzuwarten, ob Morikawas Rückenprobleme in den kommenden Wochen nachlassen: Bei der Players Championship musste er nach nur einem Loch aufgeben, auch die Texas Open sagte er ab. Beim Masters kämpfte sich Morikawa trotz sichtbarer Beschwerden zu einem beachtlichen 7. Platz. Später gestand er, dass ihn die Schmerzen auch mental belasten und er sich noch nicht wieder so kraftvoll fühlt wie zu Beginn des Jahres.

Bryson DeChambeau muss auf dem Par-70-Platz aufpassen, seine Drives nicht zu kompromisslos auf Länge auszurichten, weshalb Experten ihn nicht ganz so weit vorne sehen wie Scheffler und McIlroy. Der miserable Masters-Auftritt (ein recht deutlich verpasster Cut) dürfte am Selbstbewusstsein genagt haben.

LIV-Kollege Jon Rahm ist dagegen immer ein Titelkandidat und präsentiert sich in bestechender Form – auch wenn er sich beim Masters mit einer 78 in Runde eins um die Siegchance brachte. Xander Schauffele, beim Masters Neunter, sollten wir ebenfalls im Auge behalten: Seine Ausgewogenheit passt sehr gut zu Aronimink. Und nicht nur wir Europäer gönnen Ludvig Åberg oder Viktor Hovland endlich einen Major-Titel. Für Justin Rose, derzeit in exzellenter Form, spricht die Geschichte: Der 45-Jährige konnte auf dem Platz schon einmal gewinnen, nämlich das AT&T National von 2010.

Was passierte 1962 bei der letzten Austragung in Aronimink?

Als die PGA Championship 1962 zuletzt im traditionsreichen Aronimink Golf Club ausgetragen wurde, schrieb Gary Player Golfgeschichte. Unter drückender Hitze rettete der Südafrikaner am 18. Loch mit einem spektakulären Schlag aus dem Wald das entscheidende Par und sicherte sich seinen dritten Major-Titel – ein weiterer Schritt auf dem Weg zum späteren Karriere-Grand-Slam. Mehr als sechs Jahrzehnte später kehrt die PGA Championship nun an den restaurierten Donald-Ross-Kurs zurück, dessen ursprünglicher Charakter unter der Leitung von Star-Architekt Gil Hanse wiederhergestellt wurde.

Gary Player
Der letzte Sieger in Aronimink: Gary Player

„Aronimink ist ein Club voller Geschichte, Charakter und Klasse“, erklärte Golflegende und Rolex-Markenbotschafter Gary Player. „Gleichzeitig ist es ein herausragender Golfplatz, der noch deutlich mehr Anerkennung verdient.“

»Die Architektur eines Major-Championship-Platzes ist immer außergewöhnlich – ein Golfer kann einen solchen Kurs nur selten mit purer Länge dominieren.«

Gil Hanse

Hanse, verantwortlich für die jüngste Renovierung ergänzt: „Die Architektur eines Major-Championship-Platzes ist immer außergewöhnlich – ein Golfer kann einen solchen Kurs nur selten mit purer Länge dominieren. Um bei einem Major erfolgreich zu sein, braucht es das komplette Repertoire und sämtliche Fähigkeiten.“

Werden Deutsche dabei sein?

Martin Kaymer gewann 2010 die PGA Championship in Whistling Straits und ist daher startberechtigt. Seine letzten Ergebnisse von 2019 bis 2025: Cut, Cut, Cut, Cut, nicht angetreten, 73., Cut. Nach einem deutschen Sieg sieht es derzeit also nicht aus.

Auch Matti Schmid und Stephan Jäger stehen im Feld des zweiten Majors des Jahres.

Wo fällt die Entscheidung?

Sicher auf den Schlusslöchern, wie es sich für ein Major gehört, denn die letzten drei Bahnen von Aronimink haben es in sich:

  • Die 16 ist ein Par 4 mit schwierigem Eisenschlag ins Grün.
  • Die 17 ist ein Par 3 mit Runoff-Areas – auch ein typisches Donald-Ross-Element: Wer die Grünfläche falsch anspielt, hat plötzlich einen langen Chip vor sich.
  • Die 18 schließlich ist ein langes Par 4 mit einem Annäherungsschlag in ein heftig onduliertes Grün.

Erst nach diesen drei Bahnen wird sich zeigen, wer die massive Wanamaker Trophy in die Luft stemmen darf. Mag die PGA Championship in Sachen Prestige auch nicht ganz an Masters, US Open oder Open Championship heranreichen: Der Pokal (71 Zentimeter hoch, 12 Kilo schwer) gehört zu den beeindruckendsten Trophäen im Golfsport.

Objekt der Begierde: Die Wanamaker Trophy
Objekt der Begierde: Die Wanamaker Trophy

Wann und wo läuft die PGA Championship im TV?

Sky überträgt das Geschehen ab Donnerstag im Livestream.

  • Donnerstag: 18:00 Uhr – 01:00 Uhr
  • Freitag: 18:00 Uhr – 01:00 Uhr
  • Samstag: 18:00 Uhr – 01:00 Uhr
  • Sonntag: 17:00 Uhr – 01:00 Uhr

Die Kommentatoren: Martin Borgmeier, Konsti Schad, Irek Myskow und Noah Pudelko.

FAQ – PGA Championship 2026

Wo findet die PGA Championship 2026 statt?

Die PGA Championship 2026 findet im Aronimink Golf Club in Newton Square, Pennsylvania, USA statt – zum ersten Mal seit 1962, als Gary Player dort gewann.

Wer hat den Aronimink Golf Club entworfen?

Der Aronimink Golf Club wurde 1928 vom legendären Platzarchitekten Donald Ross in seiner heutigen Form entworfen. 2017 nahm Gil Hanse eine behutsame Überarbeitung vor.

Was macht den Aronimink Golf Club so besonders?

Typisch für Donald-Ross-Designs sind stark ondulierte Grüns, schräg verlaufende Fairways und strategisch platzierte Bunker. Der Platz belohnt präzise Abschläge und exzellente Eisenschläge statt bloßer Länge.

Wer sind die Topfavoriten bei der PGA Championship 2026?

Als klare Favoriten gelten Scottie Scheffler (Titelverteidiger der PGA Championship 2025) und Rory McIlroy (aktueller Masters-Champion). Auch Jon Rahm, Xander Schauffele, Tommy Fleetwood und Collin Morikawa werden als ernsthafte Titelanwärter gehandelt.

Was ist die Wanamaker Trophy?

Die Wanamaker Trophy ist die Siegertrophäe der PGA Championship. Sie ist 71 Zentimeter hoch, wiegt 12 Kilogramm und gilt als eine der beeindruckendsten Trophäen im gesamten Golfsport.

Wer hat die PGA Championship 2025 gewonnen?

Scottie Scheffler gewann die PGA Championship 2025 in Quail Hollow, Charlotte, mit elf Schlägen unter Par und einem Vorsprung von fünf Schlägen vor den geteilten Zweiten Harris English, Bryson DeChambeau und Davis Riley.

Sind deutsche Golfer bei der PGA Championship 2026 dabei?

Martin Kaymer ist als ehemaliger PGA-Champion (2010) startberechtigt, zeigt aber zuletzt schwache Ergebnisse. Auch Matti Schmid und Stephan Jäger sind mit von der Partie.

FAQ – PGA Championship 2026

Wo findet die PGA Championship 2026 statt?

Die PGA Championship 2026 findet im Aronimink Golf Club in Newton Square, Pennsylvania, USA statt – zum ersten Mal seit 1962, als Gary Player dort gewann.

Wer hat den Aronimink Golf Club entworfen?

Der Aronimink Golf Club wurde 1928 vom legendären Platzarchitekten Donald Ross in seiner heutigen Form entworfen. 2017 nahm Gil Hanse eine behutsame Überarbeitung vor.

Was macht den Aronimink Golf Club so besonders?

Typisch für Donald-Ross-Designs sind stark ondulierte Grüns, schräg verlaufende Fairways und strategisch platzierte Bunker. Der Platz belohnt präzise Abschläge und exzellente Eisenschläge statt bloßer Länge.

Wer sind die Topfavoriten bei der PGA Championship 2026?

Als klare Favoriten gelten Scottie Scheffler und Rory McIlroy. Auch Jon Rahm, Xander Schauffele, Tommy Fleetwood und Collin Morikawa werden als ernsthafte Titelanwärter gehandelt.

Was ist die Wanamaker Trophy?

Die Wanamaker Trophy ist die Siegertrophäe der PGA Championship. Sie ist 71 Zentimeter hoch, wiegt 12 Kilogramm und gilt als eine der beeindruckendsten Trophäen im gesamten Golfsport.

Wer hat die PGA Championship 2025 gewonnen?

Scottie Scheffler gewann die PGA Championship 2025 in Quail Hollow, Charlotte, mit elf Schlägen unter Par und einem Vorsprung von fünf Schlägen.

Sind deutsche Golfer bei der PGA Championship 2026 dabei?

Martin Kaymer ist als ehemaliger PGA-Champion von 2010 startberechtigt. Auch Matti Schmid und Stephan Jäger zählen zu den deutschen Spielern, die für das Turnier infrage kommen.