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Ehemaliger Ryder-Cup-Star verkündet Karriereende

Victor Dubuisson hat genug vom Golf. Der ehemalige Ryder-Cup-Spieler beendet seine Karriere im Alter von nur 33 Jahren und will nun anderswo Freude finden.

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Karriereende mit 33: Victor Dubuisson
Karriereende mit 33: Victor Dubuisson

Eigentlich hatte Victor Dubuisson für das Qualifikationsturnier zur LIV Golf League gemeldet. Der Franzose wollte es scheinbar noch einmal wissen und sich ein Ticket für die lukrative Saudi-Liga erspielen. Doch der Ryder-Cup-Teilnehmer von 2014 sagte seinen Start nicht nur wieder ab, sondern verkündete in der Folge sein Karriereende.

„Ich habe das Gefühl, dass ich meine Grenzen erreicht habe, und ich weiß, dass ich anderswo Freude finden kann, davon bin ich überzeugt“, sagte er in einem Interview mit der französischen Zeitung L’Equipe.

Höhepunkt: Ryder Cup 2014

Dubuisson, 1990 in Cannes geboren, galt auf der Tour als schüchtern und unnahbar. 2010 machte er erstmals auf sich aufmerksam, als er die Saint-Omer Open auf der Challenge Tour gewann. Zuvor war er acht Wochen lang der beste Amateur der Golfwelt. 2013 feierte er seinen Durchbruch auf der European Tour, als er die Turkish Airlines Open gewann und damit seinen ersten von zwei Titeln in der ersten Liga holte. 2014 schaffte er es ins Finale des WGC Accenture Match-Play-Championship in Arizona. Seine beste Platzierung in der Weltrangliste war Platz 15.

Besonders bekannt wurde Victor Dubuisson durch seine beeindruckende Leistung beim Ryder Cup 2014. Im von Kapitän Paul McGinley angeführten Team zeigte er außergewöhnliches Können und trug wesentlich zum Team Europas Sieg bei. Vergangene Saison trat er nur bei acht Turnieren auf der DP World Tour an und beendete die Saison als 287. des Race to Dubai.

Victor Dubuisson: “So ist das Leben”

„So ist das Leben, für mich ist es nicht zu Ende“, ergänzte er bei der L’Equipe. „Ich habe bei Null angefangen, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Ich sehe mich immer noch als kleines Kind mit meiner kleinen Tasche und meinen Decathlon-Schlägern. Ich war für diese Karriere überhaupt nicht prädestiniert“.

„Viele Leute werden sagen, dass ich mehr hätte erreichen können und dass ich die Nummer eins der Welt hätte werden können. Aber ich bin mehr als zufrieden mit meiner Karriere. Ich lebe nicht die ganze Zeit in Reue. Wenn ich schaue, wo ich angefangen habe und wo ich jetzt bin, kann ich sagen, dass ich sehr glücklich bin.”